Montag: Die Vorbereitungen haben am letzen Montag (18.12.2006) begonnen. Zuerst musste ich alle 21 Briefe an den Weihnachtsmann unserer Jugendlichen lesen. Da ist es schon schwer, wenn der ein oder andere nicht schreiben kann und dann selbst die Dinge mahlt, die er sich wünscht. Nach ca. einer Stunde Übersetzungs- und Entschlüsselungsarbeit waren die Listen zusammen. So jetzt “nur” noch die Mitarbeiter, die Jugendlichen die mal bei uns waren und keine Briefe geschrieben haben. Sie kommen an Weihnachten immer wieder zu uns. Dann noch die Praktikantin. Jetzt sind wir glaube ich bei 41 Personen angekommen. So ist das halt in einer “Großfamilie”.
Dienstag: Weihnachtskarten schreiben.
Mittwoch: Am Mittwoch zog ich also los um meine Liste abzuarbeiten. Da waren ein paar harte Brocken dabei. Einer davon ein Kuschel-Pandabär. Um 8.30 Uhr war ich dann zuerst im Selgros hier in Bukarest. Und suchte also den Pandabär. Berge von Kuscheltieren die ich durchwühlte – aber kein Pandabär. Dann standen auch noch Musikkassetten auf der Liste. Nach dem ich dort die ganze Abteilung durchgeschaut habe und keine einzige Kassette gefunden hatte, wollte ich aufgeben. Aber nein, wenigstens noch die Lebensmittel kaufen, damit es uns nicht geht wie im letzten Jahr und wir in ganz Bukarest am letzten Tag unsere Sachen zusammen suchen mussten.
Fleischabteilung: 20m Schlange. Obstabteilung 10m Schlange. Und um es abzukürzen 45min Wartezeit an der Kasse.
Mit nicht einmal der Hälfte der Geschenke, aber fast allem Essen bin ich um 13.00 Uhr wieder zuhause angekommen. Das hat für heute gereicht. 4 Stunden und 30 Minuten Supermarkt!.
Donnerstag: Am zweiten Tag war ich schneller. Um 6 Uhr gingen Flori und ich zu Metro. Doppelte Manpower und das am früher morgen. Das musste funktionieren. Und das hat es auch. Bis auf drei Geschenke fanden wir alles dort. Auch die restlichen Lebensmittel nahmen wir dort mit und um 8 Uhr haben wir den Laden wieder verlassen.
Donnerstag Abend: Geschenke verpacken. “Für wen war nochmals dieses Geschenk?” Aber nach drei Stunden Süßigkeiten und Geschenke in die richten Tüten packen war auch das erledigt.
Freitag: Alle Mitarbeiter sind gekommen, damit wir gemeinsam schon das vorkochen, was es am Sonntag geben soll und was man schon so früh machen kann. 150 Krautwickel und 8 kg rumänischen “Salata de boef” schnippeln (Kartoffel, Karotten, Gurken, Hähnchenfleisch). Auch das war nach 5 Stunden erledigt. Nebenbei haben wir auch die Tische gerichtet.
Danach für ich in ein Altenheim. Ein befreundeter Verein bekam Obst geschenkt, hatten aber kein Auto. So fuhr ich also zu einem Markt, habe 100 Mandarinen, 100 Bananen und 100 Orangen eingeladen und bin dann zum Altenheim gefahren um das abzugeben. Ein Frau dort hat mir solange erzählt, dass sie kein Geld für Zigaretten hat, bis ich meine Packung verschenkte. (Wisst Ihr eigendlich wie viele alte Menschen hier im Altenheim rauchen? Wahnsinn).
Um 5 Uhr war ich wieder daheim und genau da kam die Polizei ins Haus. In einer Sekunde hatte ich mir tausend Sachen überlegt warum – kam aber auf keine Idee. Und warum kam die Polizei? Sie wollten Kerzen kaufen! Na ja das war dann doch schön. Und wenn so die Polizei ins Haus kommt geht es ja noch.
Samstag: Eigentlich war alles soweit fertig. Flori und ich schmückten den Tisch und machten noch 1kg Maionese mit der Hand für den Kartoffelsalat. Und dann viel es uns ein. Ein Geschenk für die Praktikantin hatten wir vergessen. Aber das war nicht so schwer. Bei einem abendlichen Spaziergang haben wir auch das erledigt.
Heute Sonntag: Ich schreibe diesen Beitrag und warte bis die Jugendlichen um 3 Uhr zur Feier kommen – schön!
Das war es eigentlich schon. Euch allen Frohe Weihnachten – wir hier werden das bestimmt haben. Und morgen heißt es dann endlich mal wieder ausschlafen und danach schreibe ich dann wie es war.
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