Rumänien kurz vor dem Kollaps

Da es wirklich wenige Nachrichtenseiten gibt, die über Rumänien berichten, muss ich mich mal wieder melden.

Vorgeschichte: Rumänien ist eigentlich Pleite. Ein Kredit der Weltbank, der eigentlich für Investitionen gedacht war, ging jetzt zum Teil direkt in die Staatskasse um Löhne der Beamten zu bezahlen. Ein Gesetz zur Erhöhung der Steuern für Firmen, mitten in der Krise, hat dafür gesorgt, dass mehr als 100.000 kleine Firmen zu gemacht haben. Die Arbeitslosigkeit hat sich seit dem letzten Jahr verdoppelt. Der Staat sieht tatenlos zu, weil Ende November Wahlen sind und niemand die Entlassung von tausenden Beamten verantworten will. So weit also die Vorgeschichte.

Aktuell: Die Richter und alle Gerichtsangestellte gehen ab morgen in Streik! Was das für eine Demokratie bedeutet, brauche ich jetzt nicht sagen. Gute Nacht.

Tags: , , ,

Ein Kommentar

  1. Das sind keine guten Nachrichten – aber in der Organisation der staatlichen Betriebe läuft ja leider doch viel schief. Allein wenn ich mir das Thema Eisenbahn ansehe: In Tulcea (Donaudelta) kommt 2x täglich ein Zug an – und fährt auch wieder ab. Dafür ist ein riesiges Gebäude in Betrieb, in dem mindestens zwei Eisenbahn-Mitarbeiter arbeiten. Völlig unrentabel. Jeder Bahnhof entlang der eingleisigen Strecke bis nach Medgidia ist besetzt, ganz zu schweigen von Schrankenwärter- und Signalstell-Häuschen. Für 2×2 Züge täglich…

    Da gibt’s noch einiges an Hausaufgaben zu machen. Ich weiß natürlich auch, dass jahrzentelang festgefahrene Strukturen nicht so einfach zu ändern sind. Ich drücke die Daumen – sie werden’s schaffen :-)

Deine Meinung