Politik


9
Okt 09

Danke! Danke! Danke!

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8
Okt 09

Rumänische Presse: Keine parteipolitischen Nachrichten mehr

Die Tageszeitung ADEVARUL in Rumänien verzichtet, nach den unglaublichen Begebenheiten in der rumänischen Politik, auf parteipolitische Themen und politische Diskussionen. Auch im Internet Angebot der Tageszeitung fehlt jetzt der Menüpunkt “Politik”:
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(PS: Die Tageszeitung Adevarul ist in Deutschland vergleichbar mit einer Zeitung wie die FAZ oder Süddeutsche.)

Ich verstehe es – leider.


27
Sep 09

“Man hatte doch irgend eine Überraschung erwartet”

Die Wahlen endeten wie der Wahlkampf – langweilig. Ein Überraschung? – Fehlanzeige. Wie spannend wäre es gewesen, wenn es für Schwarz Gelb nicht ganz gereicht hätte, die SPD doch noch aufgeholt hätte, die Piraten die 5% geknackt hätten oder die Grünen stärker als die SPD geworden wären! Nichts von all dem. Alles wie vorhergesagt.

Den ganzen Abend habe ich @malte_politicus, der direkt im ZDF Wahlen im Web Studio saß, und @codeispoetry, der die Wahlen in der Twitterwelt analysiert hat, verfolgt. Den Livestream der ARD parallel zum Livestream der rumänischen Sondersendung über das Internet verfolgt. Immer wieder versucht auch den Livestream des ZDF zu sehen, der aber wegen meiner schlechten Internet Verbindung immer wieder abriss. Deutsche Welle und Deutschlandfunk über Internetradio gehört und… Und? Keine Überraschung.

Das einzige Highlight meines Abends war, dass ich zwei “faule Rumänen” in der CDU/CSU ausgemacht habe, die nichts zum Thema Rüttgers gesagt haben. Hiermit oute ich die beiden:

Siegfried Muresan ihm Wahlteam des Pforzheimer Gunther Krichbaum (CDU)
Bernd Fabritius, Kandidat der CSU

Und damit niemand sagt es geht nur in eine Richtung, setzte ich diesen SPD Mann auch auf meine Liste:
Peter Langner (SPD) sagte: “Ich will keinen schwulen Außenminister” (Quelle: DER WESTEN via @codeispoetry).

Lieber Herr Langner:

Die Vorfälle Rüttgers und Langner bringen mich auf eine Idee: “Politiker-Watch-Blog” Gibt es sowas?

Ach ja, jetzt ist der Abend vorbei, hätte ich es doch wie meine Frau gemacht, sie hat “City of Angels” geschaut…

…oder wie Nicole Rensmann:
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22
Sep 09

Ich bekam Post von Herrn Rüttgers!

Originaltext der Email:

Sehr geehrter Herr Könöszi,

der Landesvorsitzende der CDU Nordrhein-Westfalen Ministerpräsident Jürgen Rüttgers dankt Ihnen für Ihr Schreiben vom 4. September dieses Jahres. Gerne nehmen wir Stellung zu Ihrem Anliegen.

Jürgen Rüttgers hat sich mit seinen Aussagen vor die nordrhein-westfälischen Arbeitnehmer gestellt, deren hervorragende Leistungen weltweit anerkannt sind und die durch falsche Entscheidungen von Konzernzentralen ihren Arbeitsplatz verloren haben. Er hat betont, dass er niemanden beleidigen wollte und er bedauert, wenn das doch geschehen ist.

Jürgen Rüttgers hat deutlich gemacht, dass seine Aussage diesbezüglich ein Fehler war und hat sich dafür entschuldigt. Jürgen Rüttgers wird sich aber auch in Zukunft für die Interessen der nordrhein-westfälischen Arbeitnehmer einsetzen.

Mit freundlichen Grüßen

Gunther H. Schweickert, M.A.
Referent Politik
CDU Nordrhein-Westfalen
Politik/Kommunikation/Veranstaltungen

Kurz vor der Wahl doch noch eine (Standard)Antwort, die zumindest für mich nicht zufriedenstellend ist. Man hat mit dieser Antwort natürlich auch gewartet, bis der Staatsanwalt ja oder nein zu der Anklage wegen Volksverhetzung sagt. Leider hat der Staatsanwalt “nein” gesagt. Für mich, auch oder gerade wegen diesem Schreiben, bleibt Herr Rüttgers ein ausländerfeindlicher CDU Politiker und macht es mir nicht möglich die Christlich Demokratische Union (das soll CDU heißen), mit Spitzenpolitikern am rechten braunen Rand, am Sonntag zu wählen. Den Rest entscheidet ihr – liebe Leserinnen und Leser.


16
Sep 09

Rüttgers Teil 4

Sehr geehrter Herr Rüttgers,

ich weiß, dass ich einige meiner Blogleser mit den Briefen an Sie nerve. Immerhin finden 50% der Deutschen es gut, dass Sie sagen was richtig ist. Diese 50% kommen sowieso kaum auf meinen Blog. Und da ich versprochen habe, bis zur Wahl meine Leserinnen und Leser an ihre ausländerfeindliche Verbalattacke gegen Rumänen zu erinnern, halte ich mich auch daran.

Ich wollte gestern schon schreiben, aber da kamen um 8 Uhr die rumänischen Handwerker, gingen dann um 18 Uhr. Um 19 Uhr kamen dann zwei junge Rumänen, die nach ihrem normalen Job, abends, noch hier das neue Wohngebiet mit Internet versorgen. Um 21 Uhr waren sie dann fertig und sind dann noch zu einem Nachbarn.

Nein Herr Rüttgers, das ist kein Märchen. Das sind aber wahrscheinlich (nach ihrer Aussage) die einzigen 5 Rumänen, die wirklich arbeiten. Stopp, da habe ich noch meine Kolleginnen unserer Kerzenwerkstatt für Menschen mit Behinderung vergessen. Die machen in letzter Zeit einige Überstunden und Wochenendarbeit, da wir wegen der Krise noch einige Kerzen mehr verkaufen müssen. Dann sind es eben 8 Ausnahmen. Stopp, da war ja noch meine rumänische Frau, die mit allen Arbeitsverträgen die sie hat auf 11 Stunden am Tag kommt (und bei der Sie sich auch nach meiner Bitte immer noch nicht entschuldigt haben) Stopp, da ist ja noch mein Nachbar, der neben der Arbeit noch… Ne, das werden zu viele Ausnahmen, ich höre lieber auf, sonst verrücke ich ja noch Ihr Weltbild.

Das klingt jetzt vielleicht nicht nach viel, aber zwei ehemalige CDU Wähler/innen aus meinem Freundeskreis haben mir per Email versichert nicht CDU zu wählen. Beide haben auch eine Email an Sie geschrieben und auch leider keine Antwort bekommen. Beantworten Sie Emails? Oder Kommunizieren Sie nicht mit dem Volk? Oder Kommunizieren Sie nicht mit mir, da ich mit einer “schlimmen” Rumänin verheiratet bin?

Ein zusätzlicher Grund meines neuen Briefes an Sie ist auch die, leider traurige, aktuelle Diskussion zum Thema Zivilcourage. Es gab in Deutschland schon mal eine Zeit, in der die Massen sich blenden ließen. Sie hatten damals nicht die Möglichkeit ihre Meinung zu sagen, sich frei zu informieren und somit auch keine Schuld. Aus der geschichtlichen Verantwortung als Deutscher möchte ich Zivilcourage zeigen und Wölfe, die sich im Schafspelz einer christlichen Partei verstecken, öffentlich benennen. Nicht dass mir irgendjemand irgendwann einmal sagt: “Aber Du hast doch damals schon in Düsseldorf gehört…”

Mit der letzten Aussage schließt sich der Kreis. Jetzt werden 50% der Deutschen sagen, dass man das doch nicht mit damals vergleichen darf und 50% finden es gut, dass ich sage was richtig ist.

(Leider kann ich Ihnen immer noch keine MFGs schreiben)

Ihr Jörg Könözsi